Panzer, Papa, Panzer rollen

Beim Lesen wäre „Sugar Baby Love“ von den Rubettes zu hören
- Panzer, Papa, Panzer rollen,
In endlose Weiten des Ostens sie fliegen.
Ich gehe auf mein Zimmer zum Schmollen.
Im Tiger die Mannschaften träumen vom Siegen.
- Und träume, Papa, ich auch nur, all die Zeit?
Ich war jemals irgendwo anders? Alleine?
War mein und dein Herz jemals einmal zu zweit?
Bin ich nur ein dummer Gedanke, und nicht mal der meine?
- Die Panzer, Soldaten, mit grausamen Plänen,
Die Fluren, die Steppen, die Weiten, das Reich –
Die Drogen – der Drogen im Hirne: das Wähnen;
Erträumen, ermorden, zerstören wird gleich.
- Du weißt es, ich weiß es ja auch:
Erwachen ist bitter und schwer nach dem Toben.
Nach Bomben, Granaten verzieht sich der Rauch.
Ihr fandet euch, Papa, dann nicht mehr ganz oben.
- Ich träumte von Panzern, beweinte die Welt,
Erkannte die Wahrheit und las all den Schrecken.
Ich sah all die Toten, den Onkel, der fällt.
Kein Rausch in den Venen das Leid kann verdecken.
- Sag, Papa, wohin ihr nur wurdet getrieben,
Die Brüder, die Väter, die Panzer, der Traum?
Die Toten sind fort, alle Schuld ist geblieben.
Der Wahnsinn lebt fort und erneut bricht sich Raum.
- Die Technik, der Stahl und der Glaube, der Wahn –
Sie fressen mein Leben, sich selber zur Macht.
Ich brauche die Nähe, ich schmiege mich an,
Will nie mehr so sein, und ich suche die Nacht.
- Nie wieder, nie wieder, nie wieder, nie wieder:
Den Trost sie uns gaben, er war ganz gelogen.
Schon wieder, schon wieder, schon wieder, schon wieder.
Ich wollte, mich hätte der Schein nur getrogen.