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Michael Reinhard Heß

Turkologe · Autor · Übersetzer

Freiheit

  • Mich trug an das Ende der Welt LeClézio,
    Ich heiligte jeglichen Geist und war froh,
    Verband mich mit allem, auch einfach ins Blaue,
    Versuchte viel Wirres und auch das Genaue.
    Ich sah es am Ende, zuerst wollt ich schreien:
    Im Leben kann nichts mich von Freiheit befreien.
  • Mənəm, mən – ya sənsən, sən –
    Ich suchte den Spiegel, auf dass ich erkenn'
    Dieses Gnothi sauthon, aber bin ich mir echt?
    Gelingt es harmonisch und mach ich es recht?
    Begreif es am Ende, nur so kommt Gedeihen:
    Im Weltall wird nichts dich von Freiheit befreien.
  • Du stehst auf der Brücke, nun Handeln, nun nicht?
    Was willst du denn haben: Das Dunkel? Das Licht?
    Du denkst nur: Descartes hat was mir gebracht?
    Du atmest, du lebst ja, und bald kommt die Nacht.
    Nicht fürchten! Sie herrscht und sie trägt dich mit Macht.
    Durchschau bis zum Ende die ewigen Weihen:
    Denn niemals von Freiheit man kann sich befreien.
  • Der Rausch ist verflogen, der Traum ist vorbei.
    Der Tag ist nun weiter, verklungen der Schrei.
    Das Echo des Blitzes, du kannst es noch hören
    Das Licht deines Lebens ist nicht zu zerstören.
    Du Geist und du Licht, euch kann nichts je entzweien.
    Wen Freiheit gefesselt, den kann nichts befreien.